Boxcamp Kassel

Viele Jugendliche im Kasseler Stadtteil Philippinenhof stellten die zuständige Sozialarbeiter, die Polizei, die Jugendgerichtshilfe und die dort lebenden Bürgerinnen und Bürger durch ihre Gewaltbereitschaft und Kriminalität vor scheinbar unlösbare Probleme. Das Jugendzentrum war bereits aufgrund mehrerer gewalttätiger Angriffe gegen Haus und Mitarbeiter geschlossen.

Anfang 1999 bot Lothar Kannenberg, der selbst lange Zeit im Drogen- und Gewaltmilieu aktiv war, aber nach einer Drogen-Langzeittherapie den Absprung schaffte, den Jugendlichen ein wöchentliches Sportangebot an. Er begab sich auf die Straße und konnte sie so für die Idee, ein Boxcamp für Jugendliche einzurichten, begeistern. Erstaunlich gut kam er mit ihnen zurecht, entwickelte Vertrauen - er war einer von ihnen.

Im Dezember 1999 hat Lothar Kannenberg, Trainer mit Boxerlizenz und Sozialbetreuer, das Boxcamp ins Leben gerufen. In Eigeninitiative wurden Räumlichkeiten in der ehemaligen Teppichdomäne renoviert und gestaltet.

Am 1. März 2000 übernahm der Internationaler Bund (IB) das Präventionsprojekt, der jedoch nur durch Spenden seine Arbeit angemessen bewerkstelligen kann.

Im April 2000 spendete der HENRY MASKE FONDS das Herzstück, den Boxring. Die Sportstiftung der Kasseler Spar-kasse ermöglichte durch eine große Spende den Erwerb diverser Sportgeräte. So konnte das Boxcamp offiziell seinen Nutzern übergeben werden.

Im Juli 2002 wurden die neuen Räumlichkeiten in der Stadtteiletage bezogen.

Nachdem Lothar Kannenberg mit dem Verein Durchboxen im Leben e.V. das Trainingscamp Lothar Kannenberg auf Gut Kragenhof bei Kassel eröffnete, übernahm Pit Gräber, langjähriger Mitarbeiter des Boxcamps, im September 2004 die Leitung.

www.ib-boxcamp.de

 

Boxcamp Kassel

Sportliche Erfolge

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